Pressemitteilung

Die Deutsch-Ukrainische Historikerkommission hat auf ihrer Arbeitssitzung am 27. und 28. Februar 2020 im Deutschen Historischen Institut Warschau folgende Beschlüsse gefasst:

1)     Die Jahreskonferenz der DUHK, die vom 24.-26. September 2020 in Berlin stattfinden wird, wird der Geschichte des Holodomors gewidmet sein. Dabei setzt die Kommission folgende Schwerpunkte: 1. Geschichte und Bedeutung des Genozidbegriffs, 2. Deutsche Aspekte der Geschichte des Holodomors, 3. Der Holodomor im Kontext der sowjetischen Hungersnot der frühen dreißiger Jahre und 4., die Erinnerung an den Holodomor. Dazu wird die DUHK auch einen Call for Papers veröffentlichen.

2)     In Verbindung mit der Jahreskonferenz wird die DUHK einen Workshop für junge Forscherinnen und Forscher durchführen, der von Gelinada Grinchenko und Tatjana Penter geleitet wird. Für den Workshop wird ein Call erfolgen, der sich an Studierende und Doktoranden der Geschichtswissenschaften und benachbarter Disziplinen vornehmlich aus Deutschland und der Ukraine, aber auch aus anderen Ländern richtet.

3)     Das erste Modul des neuen deutsch-ukrainischen Geschichtsportals, das sich an wissenschaftliche und nichtwissenschaftliche Interessenten richtet, wird bis Ende April 2020 freigeschaltet.

4)     Die Ergebnisse der Konferenz über die Geschichte des Zweiten Weltkriegs in den deutsch-ukrainischen Beziehungen (München 2018 / Dnipro 2019) werden von der DUHK in Kooperation mit dem „Tkuma“ Institut für Holocaustforschung (Dnipro) bis Ende 2020 veröffentlicht.

Die DUHK spricht sich für die Gründung einer ständigen Einrichtung für Forschung und Wissenschaftskommunikation im deutsch-ukrainischen Kontext als Zweigstelle des Deutschen Historischen Instituts Warschau aus.