Resolution

Wir verurteilen aufs Schärfste den gezielten russischen Drohnenangriff auf das historische Hauptgebäude der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Ukraine im Zentrum Kyjiws vom 28. September 2026. Damit wird eine Institution von weltweitem Renommee getroffen und auf das Herz der ukrainischen Wissenschaften und mithin des intellektuellen Lebens der Ukraine gezielt. Erneut nahm der russische Angriff sehr bewusst zivile Opfer in Kauf. Unser Mitgefühl als Historikerinnen und Historiker gilt den Opfern, unsere Solidarität allen Kolleginnen und Kollegen in der Ukraine. Wir fordern von der Bundesregierung und anderen westlichen Ländern, den Schutz Kyjiws und der ganzen Ukraine vor Luftangriffen auf die zivile Infrastruktur der Ukraine massiv auszuweiten. Wir werden nicht nachlassen in unserer Unterstützung unserer ukrainischen Kolleginnen und Kollegen!

 

We strongly condemn the targeted Russian drone attack on the historic main building of the National Academy of Sciences of Ukraine in downtown Kyiv on September 28, 2026. This attack strikes an institution of global renown and is aimed at the heart of Ukrainian science and, by extension, Ukraine’s intellectual life. Once again, the Russian attack very deliberately accepted civilian casualties. We, as historians, extend our sympathy to the victims and our solidarity to all our colleagues in Ukraine. We call on the German government and other Western countries to massively expand their efforts to protect Kyiv and all of Ukraine from airstrikes targeting Ukraine’s civilian infrastructure. We will not waver in our support for our Ukrainian colleagues!

Workshop in Czernowitz “The End of Wars. Ukraine in Historical and International Contexts”

Vom 25. bis 26. September 2025 findet in Czernowitz der Workshop “The End of Wars. Ukraine in Historical and International Contexts” statt. Die Veranstaltung wird von der Deutsch-Ukrainischen Historikerkommission in Kooperation mit der Nationalen Jurij-Fedkowytsch-Universität Czernowitz organisiert.

Das Programm umfasst die feierliche Eröffnung, Keynote-Vorträge sowie Paneldiskussionen, die sich mit historischen und aktuellen Erfahrungen der Ukraine im Kontext von Krieg und Friedensprozessen beschäftigen und zugleich vergleichende internationale Perspektiven einbeziehen.

Interessierte, die online teilnehmen und die Vorträge verfolgen möchten, können uns gerne unter folgender E-Mail-Adresse kontaktieren: duhk@lrz.uni-muenchen.de

Online-Seminar: "Empires and nation-states of the past, present, and future: The Russo-Ukrainian War and debates on decolonizing Eastern European studies”

17. November, 18:00-20:00 Uhr MEZ

Mit Ilya Gerasimov, Botakoz Kassymbekova und Martin Schulze Wessel, moderiert von Yaroslav Hrytsak

Zur Anmeldung

Das Online-Seminar der Reihe "Historians and the War: Rethinking the Future" findet am Donnerstag, 17. November, um 18:00-20:00 Uhr MEZ statt. Ziel der Seminarreihe ist es zu diskutieren, ob und inwieweit der Krieg in der Ukraine unsere Wahrnehmung der Vergangenheit verändert und welche neuen Fragen an die Geschichte er hervorruft.

Das elfte Seminar trägt den Titel „Empires and nation-states of the past, present, and future: The Russo-Ukrainian War and debates on decolonizing Eastern European studies” und findet in englischer Sprache mit Simultanübersetzung ins Ukrainische statt. Die Referenten sind:

Das Panel wird von Yaroslav Hrytsak, Ukrainische Katholische Universität (Lviv, Ukraine) moderiert. Nach einleitenden Bemerkungen der Diskussionsteilnehmer hat das Publikum die Möglichkeit, Fragen zu stellen und an der Diskussion teilzunehmen.

Es gibt viele Faktoren, die dem heutigen Krieg Russlands gegen die Ukraine zugrunde liegen – einschließlich der Idee, das Imperium wiederzubeleben, das Russland verloren hat, als die Sowjetunion auseinanderfiel. Andererseits ist der starke und erfolgreiche Widerstand der Ukraine das Ergebnis ihrer eigenen, selbstorganisierten Zivilgesellschaft, die auf Solidarität und Zusammenarbeit der Bürgerinnen und Bürger bei der Verteidigung ihres Rechts auf Selbstbestimmung und wichtiger demokratischer Werte basiert. Infolgedessen hat der aktuelle Krieg die endgültige Konsolidierung einer ukrainischen Zivilnation beschleunigt – einer Nation jenseits der ukrainischen ethnischen Identität. Ziel dieses Seminars ist es, den Krieg Russlands gegen die Ukraine als Konflikt zwischen Imperium und Nationalstaat zu untersuchen und zu diskutieren, welche Auswirkungen der heutige Krieg auf dieses und andere Konzepte in der historischen Forschung und Lehre haben kann.

Zur Teilnahme melden Sie sich bitte hier an. Eine Aufnahme der Veranstaltung wird auf dem Youtube-Kanal der DUHK zur Verfügung stehen.

 

Die Seminarreihe ist eine gemeinsame Initiative der Deutsch-Ukrainischen Historikerkommission, des Canadian Institute of Ukrainian Studies, der ukrainischen geschichtswissenschaftlichen Zeitschrift „Ukraina Moderna“, der Abteilung für Geschichte Ost- und Südosteuropas der Ludwig Maximilians-Universität München und der Ukrainischen Katholischen Universität Lviv.

Für die Förderung des Seminars danken wir besonders der Konrad-Adenauer-Stiftung Kyiv. Die Seminarreihe wird außerdem gefördert durch den DAAD aus Mitteln des Auswärtigen Amtes, sowie durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung.